Der 1.Mai

Es ist Zeit
Der 1. Mai – der Tag der Arbeit! Viele verbinden ihn mit dem verkaterten Morgen nach dem Tanz in den Mai, aber dieser Tag hat eine ganz andere Bestimmung; eine weltbewegende Bestimmung!
Jedes Jahr am 1. Mai finden sich schon früh morgens überall auf der Welt Arbeiterinnen und Arbeiter zu Demonstrationen zusammen und wehren sich dadurch gegen die bestehenden Verhältnisse. Es wird demonstriert gegen Lohnkürzungen, Bildungsabbau, imperialistische Kriege, Sozialabbau und all die restlichen Schandtaten, die sich das Kapital ausdenkt um die Profite noch weiter zu steigern. Der 1. Mai ist kein Tag wie jeder andere. Die geschichtliche Bedeutung dieses Tages macht deutlich, dass jede und jeder sich an diesem Tag gegen das herrschende System wehren soll und auf die Straße gehen muss.

Es war
In den USA kam es am 1. Mai 1886 zu einem Generalstreik, an dem über 400.000 Menschen aus 11.000 Betrieben teilnahmen. Die amerikanischen Arbeiter wollten dadurch die Einführung des Acht-Stunden-Tages erreichen. Während des Streiks kam es zu einem Desaster. Vier anarchistische Arbeiterführer wurden zum Tode verurteilt, weil beim Anschlag mit einer Bombe, nach Angaben der Polizei, sieben Beamte umgekommen sind. Eine Beteiligung an dem Anschlag konnte den später verurteilten und gehängten Arbeiterführern nicht nachgewiesen werden. Die Aufstände nach dem Anschlag, bei denen 200 Arbeiterinnen verletzt wurden, gingen als „Haymarket Riots“ in die Geschichte ein. Spätere Aufstände am 1. Mai wurden neben dem Kampf für die eigene Sache auch aus Solidarität mit diesem Ereignis geführt.
Nach diesem Tag kam es in allen kapitalistischen Nationen zu regelmäßigen Aufständen. Auch in Deutschland kam es zu Streiks und Demonstrationen. 1929 kam es zum traurigen Höhepunkt der Konflikte zwischen Kapital und Arbeitern, dem „Blutmai“. 28 Menschen, darunter auch völlig Unbeteiligte, wurden auf einer KPD-Demo, da sie trotz eines von der SPD verhängten Demonstrationsverbots demonstrierten, auf Befehl der SPD von der Polizei erschossen.

Von Damals zu Heute
Heute wie damals wird auf Demonstrationen am 1.Mai gegen die Schandtaten der Unternehmer und der Regierung, die in ihrem Auftrag handelt, gekämpft. Die Themen haben sich natürlich geändert. Da das Kapital sein wahres Gesicht gezeigt hat, müssen wir heutzutage gegen die direkten Schandtaten der Herrschenden auf die Straße gehen und gegen die bestehenden Verhältnisse kämpfen.

Sie greifen an
Immer mehr werden die sozialen Leistungen in diesem Land gekürzt. Sei es im Gesundheitswesen oder bei der Rente unserer Eltern – überall muss angeblich gespart werden. Doch wo geht das ganze Geld hin? Investoren und große Unternehmen bekommen dieses Geld. Die so genannte Standortpolitik Deutschlands verschlechtert die Lage der Massen, aber macht einzelne Unternehmer noch reicher. Die, die leiden, sind wir. Das muss allen klar werden. Die Jugend hat praktisch keine Perspektive mehr! Es sind keine Jobs mehr da, weil die Wirtschaft sich lieber imperialistisch in anderen Ländern „vergnügt“ und dort die Menschen aufgrund fehlender Gewerkschaften ausbeutet. Zusätzlich wird Geld für Kriege ausgegeben, die angeblich aus humanen Gründen geführt werden. Jegliche militärische Intervention dient nicht den Menschen im Irak oder im Kongo, sondern einzig und allein der Wirtschaft. Kriege, wie der Irakkrieg, der Afghanistankrieg oder der Einsatz im Kosovo, sind imperialistische Kriege. Die humanen Aspekte, die als Grund für den Krieg genannt werden, sind nur Vorwände.
Die Liste der Schandtaten des Kapitals wird von Tag zu Tag länger und es wird klar, dass jede und jeder betroffen ist. Widerstand gegen das Kapital ist deswegen unbedingt notwendig!!!

Unsere Antwort
Der 1. Mai ist also geschichtlich gesehen ein ganz besonderer Tag der Arbeiter und wir müssen alle auf die Straße gehen um ein Signal für ein besseres System und gegen diesen Staat setzen. Das bessere System, dessen Einführung unbedingt notwendig ist um die Schandtaten des Kapitals zu unterbinden und die Freiheit jedes Menschen als oberste Priorität zu setzen, ist der Sozialismus, für dessen Einführung wir kämpfen. Kämpfen heißt den Kampf gegen die Klasse der Unterdrückenden zu führen, den Klassenkampf zuführen. Es reicht dafür nicht, dass man sich nur am 1.Mai auf die Straße stellt und ein einmaliges Signal setzt, sondern man muss jeden erdenklichen Tag den Klassenkampf führen und eine Straße aus Signalen für das ganze Proletariat erschaffen. Das Kapital schläft nicht und wir sollten es auch nicht tun. In einem Kampf muss man den Gegner so lange bekämpfen, bis er nicht mehr aufstehen kann. Kämpft mit uns für eine bessere Welt und gegen dieses System nicht nur am 1.Mai, sondern jeden erdenklichen Tag! Jeder Tag ist ein 1.Mai, weil das Kapital jeden Tag Menschen tötet!

leben, lieben, kämpfen am 1. Mai und jeden Tag!

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