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Keinen Monat nach der Gründung der NRW-Ortsgruppe stand auch schon der Kampftag der ArbeiterInnenklasse vor der Tür. Trotz der kurzen Vorlaufzeit ein erfolgreicher Einstand für SoL NRW.
Das Flugblatt zum 1. Mai aus NRW
Die Rede von SoL NRW zum 1. Mai
Die Gewerkschaftsdemos beginnen in NRW traditionell zwischen 10 und 12 Uhr. Wir haben uns aufgrund der wenigen Zeit die uns für die Organisation blieb dazu entschlossen in diesem Jahr nicht zu einem klassenkämpferischen Block zu mobilisieren, sondern auf vielen Mai Demos präsent zu sein und klassenkämpferische Positionen in die Demos zu tragen. In Bochum, Duisburg, Düsseldorf und Köln verteilten wir Flugblätter und den Aufruf des 3A Bündnisses. Die Flyer kamen gut an und so wechselten insgesamt 3000 Flyer den Besitzer.
Latschen für den Sozialpartner
Seit Langem sind die Demonstrationen des DGB nicht mehr kämpferisch. Das schlägt sich insbesondere in den Reden nieder. Es wird gezielt versucht revolutionäre Inhalte aus den Demos zu drängen. Die migrantischen Organisationen und Parteien müssen am Ende laufen und dürfen ihre Lautsprecher wagen nicht aufdrehen; falls sie überhaupt einen benutzen dürfen. Die Routen werden auch in immer abgelegeneres Gebiet gelegt. Die Duisburger Demo ist früher zumindest an Wohnblöcken vorbeigelaufen. Mittlerweile geht es über eine Zubringerstraße in den Industriepark Nord, um an möglichst wenig Menschen vorbeizukommen. Auf den anschließenden Festen wurde den TeilnehmerInnen wie immer freundlich zugelächelt. An beschwichtigenden Worten hat es den Rednern nicht gefehlt ...
Transpiaktionen statt Würstchen holen...
Um für die revolutionäre Abenddemo in Duisburg zu mobilisieren, verschönerten wir die Autobahnbrücken und Zubringer mit roten Transparenten. „Heraus zum revolutionären1.Mai – Duisburg HBF 18h“ lass man in weißen Lettern ab 14 Uhr in Essen, Düsseldorf sowie auf der A59 bei Duisburg und an der Deutzer Brücke in Köln über der linksrheinischen Promenade.
Klasse gegen Klasse – Revolutionäre Abenddemo
Kurz nach 18 Uhr begann auf dem Bahnhofsvorplatz in Duisburg die dritte revolutionäre Abenddemo. Sie stand unter dem bundesweiten Motto des 3A Bündnis „Klasse gegen Klasse“. Nach einer Begrüßung durch das Bündnis hielten wir die erste Rede, in der wir betonten, wie wichtig es ist sich kommunistisch zu organisieren. Nach Grußbotschaften aus anderen Städten setzten sich die knapp 400 TeilnehmerInnen richtig Forum in Bewegung. Schon zu Beginn war die Stimmung sehr kämpferisch. Viele Transparente und Fahnen sorgten für eine gute Außenwirkung der Demo. Die von uns erstellte und verteilte Broschüre - „Rise up – Fight back“ kam gut an.
Vor dem Duisburger Forum kam es zu einer Vorübergehenden Festnahme einer Person. Die Demo hat es jedoch geschafft, durch offensive Solidarität, die Person wieder frei zu kriegen.
Die TeilnehmerInnen zogen dann wieder vollständig weiter in Richtung Rathaus, um sich von dort aus den Weg Richtung Hochfeld zu bahnen. Auf dem Weg dahin wurden kämpferische Parolen gerufen und Bengalos gezündet.
Auf der Abschlusskundgebung auf dem Vorplatz der Pauluskirche wurden weitere Reden und Grußbotschaften vorgetragen. Dies musste jedoch nach einiger Zeit abgebrochen werden, da die Polizei versuchte einzelne Personen aus der Kundgebung festzunehmen. Fast wäre es ihnen gelungen, doch wieder reagierte die Masse solidarisch und offensiv. Der zunächst geflüchteten wurde in einer Seitenstraße von 4 Polizisten gestellt. Er konnte jedoch aus den Händen der Polizei befreit werden.
Die verbleibenden Leute liefen geschlossen in Richtung Hauptbahnhof um weitere Übergriffe zu vermeiden. Auf dem Weg hat die Polizei mehrfach provoziert und wieder versucht Leute raus zu ziehen. Eine Bullenkette auf der Straße konnte durchbrochen werden. Leider wurde ein junger Genosse brutal niedergetreten und festgenommen. Er wurde nach kurzer Zeit auf der Wache entlassen.
Trotz diesem unschönen Ende, ist festzuhalten, dass der Tag ein Erfolg für uns war. Wir konnten unsere Positionen nach außen vermitteln und unseren Teil zu einer kraftvollen Demonstration beitragen. Im nächsten Jahr muss die Mobilisierung intensiviert werden um noch mehr Menschen zu erreichen.
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