Kundgebung: Freiheit für Kurdistan PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 20. September 2011 um 10:47 Uhr

Die kriegerischen Handlungen der reaktionären Regierungen und der Imperialisten müssen sofort beendet werden!

Die iranische Regierung bombardiert seit dem 16. Juli dauerhaft kurdische Stellungen im Kandil-Gebirge, mit der Hoffnung diese zu besetzen. Mit zehntausenden Soldaten versucht die iranische Regierung, die Guerilla der PJAK (Schwesterpartei der PKK im Iran) zu bekämpfen. Seit dem 17. August dieses Jahres bombardieren die türkischen Luftstreitkräfte Süd-Kurdistan.

Während der Bombardements durch die türkischen Luftstreitkräfte am 21. August sind vier Kinder, eins im Alter von sechs Monaten, und sieben Erwachsene umgebracht worden. Das bisherige Fazit der türkisch-iranischen Allianz gegen die KurdInnen ist: Unzählige tote ZivilistInnen, vernichtete Dörfer und zerstörte Natur.

Durch ihre Angriffe über Luft und Boden bereitet sich die türkische Regierung darauf vor, den Süden Kurdistans zu besetzen. Die türkische Armee stationiert aktuell an der Grenze zum Iran unzählige Panzer, Munition, Soldaten. und ist grade dabei, diese noch an der Zahl zu verstärken. Parallel zu diesen Aktivitäten fährt die türkische Armee im Süden Kurdistans Patrouille und versucht, die kurdische Bevölkerung durch provokative Aktionen zu verunsichern. “Die Zeit des Redens ist vorbei“ sagte der türkische Ministerpräsident und gibt seitdem nur noch Kriegsparolen aus. Der Arbeitsminister der Türkei, Idris Naim, sagte am 13. September: “Die Bodenoffensive könnte jederzeit erfolgen“.

 

Nach den Wahlen am 12. Juni hat die AKP Regierung ihr Kriegskonzept gegen die KurdInnen offengelegt und ist seitdem auf einer Vernichtungstour. Im Westen der Türkei findet ein Angriff auf ArbeiterInnen, Werktätige, RevolutionärInnen, SozialistInnen, gegen die legitimen Forderungen der Oppositionellen und demokratischen Veranstaltungen statt. Dies zeigt sich durch den Einsatz der Polizei mit Hilfe von Knüppeln, Tränengas und Folter. In Kurdistan wiederum erinnert dieser Angriff an die 90er Jahre: Das Verschwindenlassen in Untersuchungshaft, Bombenangriffe auf Dörfer und die charakteristischen Merkmale von Gas-Angriffen sind ebenso ersichtlich. Abgeordnete, die durch das Volk gewählt worden sind, werden verhaftet, die militärischen Operationen bzw. der Terror gegen das Volk, der Einsatz von chemischen Waffen gegen die FreiheitskämpferInnen und die Guerilla und in den Städten erinnert an einen Krieg! Es wird versucht, das Konzept aus Sri Lanka, die Vernichtung der TamilInnen, auf dieser Topografie umzusetzen. Unter der Führung des amerikanischen Imperialismus wird hier versucht, einen Genozid am kurdischen Volk durchzuführen. Nach den geheimen Treffen und Absprachen der amerikanischen, türkischen, iranischen und irakischen Regierungen wurde offiziell der Krieg gegen die Freiheitsbewegung der Kurden deklariert.

 

Der Krieg beginnt hier! - Denn: Die Waffen, Bomben und Panzer, die gegen das kurdische Volk eingesetzt werden, kommen aus den europäischen Ländern. Deutschland ist durch den Verkauf von Waffen an die türkische Regierung mitverantwortlich für den Krieg in Kurdistan. Deutschland ist unangefochten an der Spitze der Waffen exportierenden Länder in Europa. Die BRD machte 2009 einen Gewinn von 2,9 Milliarden Euro durch seinen Verkauf an Waffen. Der treuste und größte Abnehmer deutscher Waffen ist die Türkei. Deutsche Panzer werden gegen das kurdische Volk eingesetzt. Die Türkei begeht ein Verbrechen und verletzt jedes Kriegsrecht durch den Einsatz von chemischen Waffen und Splitterbomben. Nach den Recherchen der Menschenrechtsvereine hat die Türkei seit 1994 durch chemische Waffen 437 Guerilla-KämpferInnen bei 39 verschiedenen Einsätzen ermordet. Die europäischen Regierungen sind mitschuldig an dem Massaker gegen das kurdische Volk. Indem sie Waffen an die Türkei verkaufen, brechen sie jegliche internationale Vereinbarungen.

 

Aufruf! - Parallel zu den Angriffen Irans bombardiert die Türkei kurdische Stellungen in Süd-Kurdistan. Alle Indizien deuten darauf hin, dass die türkische Regierung demnächst eine Bodenoffensive in Süd-Kurdistan durchführen wird. Nur durch die Zusammenarbeit der demokratischen und fortschrittlichen Kräfte kann das Verbrechen der Türkei am kurdischen Volk und ein eventuelles neues Halabja, Saddams Angriff gegen die KurdInnen mit chemischen Bomben, verhindert werden. Mit diesem Wissen und der Entschlossenheit haben wir, die unten aufgeführten Organisationen uns zusammengeschlossen, um gegen diesen Krieg eine Front aufzubauen und uns für die demokratischen Rechte der KurdInnen einzusetzen. Wir rufen alle demokratischen, fortschrittlichen, revolutionären Organisationen dazu auf, sich gemeinsam dem Krieg und dem Massaker am kurdischen Volk entgegenzustellen.

Freiheit für das kurdische Volk!
Es lebe das Selbstbestimmungsrecht der Völker!

 

ADGH – ADHF – AGIF – ATIF-KÖLN – EÖC – MLPD (südliches Rheinland)
ROTE ANTIFA – SDAJ – SoL/NRW – YEK-KOM – Yasanacak Dünya

 
 

Broschüren

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